Im ersten Teil der kleinen Serie haben wir gesehen, dass Etatismus keine Erfindung eines bestimmten politischen Lagers ist, sondern eine Denkstruktur, die quer zu Links und Rechts verläuft: die Überzeugung, der Staat sei der geeignete, ja natürliche Akteur zur Lösung gesellschaftlicher Probleme. Damit ist aber noch nichts darüber gesagt, wie sich diese Denkstruktur konkret äußert – und hier beginnen die Unterschiede. Linker und rechter Etatismus berufen sich auf entgegengesetzte Werte, adressieren unterschiedliche Ängste und produzieren unterschiedliche Feindbilder. Doch unter der rhetorischen Oberfläche finden sich verblüffend ähnliche Mechanismen. Dieser Teil kartiert beide Spielarten, zeigt ihre jeweiligen Schwerpunkte und fragt, warum sie sich in der politischen Praxis so oft die Hand reichen. Weiterlesen „Links und Rechts: Zwei Wege zum selben Ziel
Etatismus, Teil 2: Wie sich die Spielarten unterscheiden und wo sie sich treffen„
Deutschland
Links und Rechts: Zwei Wege zum selben Ziel
Der deutsche Freiheitsverlust
Zwischen Obrigkeitsstaat und Fürsorgeideologie
Deutschland gilt als liberale Demokratie. Doch ein genauerer Blick auf Geschichte, politische Kultur und gegenwärtige Debatten offenbart: Die Vorstellung von Freiheit als Abwesenheit staatlicher Bevormundung findet hierzulande kaum Resonanz. Stattdessen prägt ein tief verwurzelter Etatismus das Denken – von der Bismarck’schen Sozialgesetzgebung über die „soziale Marktwirtschaft“ bis hin zu heutigen Regulierungsfantasien. Eine Spurensuche in einem Land, das Freiheit chronisch mit Sicherheit verwechselt. Weiterlesen „Der deutsche Freiheitsverlust
Zwischen Obrigkeitsstaat und Fürsorgeideologie„
